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FSK: 12

Darsteller: Dylan Minette, Kate Walsh, Katherine Langford, Miles Heizer, Ross Butler, Alisha Boe, Justin Prentice, Derek Luke

Genre: Drama

Beschreibung: Zwei Wochen nach dem Selbstmord seiner Mitschülerin Hannah Baker erhält der High-School-Schüler Clay Jensen ein Päckchen von Hannah. In diesem findet er mehrere Kassetten vor, auf denen Hannah 13 Gründe für ihren Selbstmord nennt und 12 Personen Schuld dafür gibt, darunter auch Clay. Während er die Kassetten hört, kommt er den dunklen Geheimnissen von Hannah und vielen anderen Mitschülern auf die Spur. 

Meine Meinung zur Serie: Diese Serie sorgt für reichlich Diskusionsstoff, und sogar Behörden warnen aufgrund der Thematik, da sie Nachahmer fürchten. Und da es eine Thematik ist, mit welcher ich mich auskenne, musste ich diese rein auf Netflix verfügbare Serie natürlich gucken, um hier auf meiner Seite darüber berichten zu können. Ich fange erst einmal objektiv an, um danach etwas mehr ins Detail zu gehen. Die Darsteller, allen voran Dylan Minette und Katherine Langford, die die eigentlichen Hauptcharaktere spielen, machen ihre Sache unglaublich gut! Authentisch und fesselnd von der ersten Minute an, was nicht viele Serien schaffen. Doch es gibt so viele Nebencharaktere, dass man unmöglich alle nennen kann - wer allerdings noch positiv heraussticht, ist die mir aus "Grey's Anatomy" bekannte Kate Walsh, die ich in der Rolle von Hannah Bakers Mutter so noch nie gesehen habe; völlig verweint, fertig und voller Schmerz. Sehr stark. Und man möchte meinen, dass bei so vielen Charakteren die gewisse Nachvollziehbarkeit fehlt, doch man bekommt es hin, dass jeder dieser Randfiguren so viel Background bekommt, dass man sich auf der einen Seite emotional auf diese einlassen kann und man auf der anderen Seite auch nie Schwierigkeiten hat, den Überblick zu behalten. Nun kommen wir zur Story, vorerst objektiv: Von Anfang an ist es ein unangenehmes Gefühl, welches man hat. Es fühlt sich komisch an, da man letztlich weiß, warum die Kassetten aufgenommen wurde, und man muss gleich feststellen, dass man so etwas noch nie gesehen hat. Und dennoch merkt man sofort: Die Story ist nicht nur unangenehm, sondern fesselnd, und zwar sofort von Beginn an. Wer nach der ersten Folge weiß, dass man sich darauf einlassen kann, der wird nicht mehr aufhören können. Wer allerdings nach der ersten Folge merkt, dass es einen zu sehr mitnimmt, der sollte besser aufhören, denn je länger die Serie geht, desto emotional ergreifender wird sie. Und nun komme ich zu dem Teil, der diskutiert wird, und zu der Frage: Darf man eine solche Thematik so darstellen? Und meine Antwort lautet: Ja! Sie muss! Es ist fast schon bezeichnend, dass eine solche Thematik in unserer Gesellschaft totgeschwiegen wird, und dass, sobald sie dann ohne Blatt vor dem Mund dargestellt wird, sofort die Behörden Alarm schlagen. Und ich finde es absolut traurig. Man sagt, diese Serie seie zu rational. Psychologen meinen, ein Selbstmord wäre nicht auf rationale Gründe zurückzuführen, sondern ist immer Ergebniss einer psychischen Erkrankung. Nun, ich kann dazu nur sagen: Falsch. Und wer damit Erfahrung hat (was diese Psyhcologen nicht haben; sie reden zwar mit Menschen, die so etwas erlebt haben, aber 95% aller Psychologen haben selbst im privaten Umfeld damit sicherlich noch keine Erfahrung gemacht oder selbst dieses Gefühl gehabt, welches die Hauptprotagonistin beschreibt!), wird meine Sicht dort auch bestätigen. Und solange man Amokläufe in Filmen darstellt, oder Halb-Pornos als "Filme" in den Kinos gezeigt werden, ja dann ist es doch wohl erlaubt, dieses Thema anzusprechen, ohne dafür kritisiert zu werden?! In was für einer Welt wir doch leben. Sexuelle Aufklärung, da schmücken sich die Psychologen und Pädagogen von heute, aber Aufklärung in diesem Thema ist so gut wie gar nicht vorhanden. Und deswegen ist diese Serie sehr wichtig, da sie zeigt, dass es nun einmal Menschen auf dieser Welt gibt, die mit objektiv gesehenen, "normalen" Problemen eben nicht mehr leben können. Und es ist ja nicht so, dass diese Serie es verschönigt oder gar (wie es ja in den Medien auch dargestellt wird) romantisiert. Es ist vielmehr so, dass die Serie verschiedenste Blickwinkel aufzeigt, und einem dann selbst die Wahl lässt, welchen man nun nachvollziehen kann. Ich komme nun zu einem Abschluss und sage: Hier lege ich mal die "Unterhaltungs"-Perspektive, welche man ja als Hobby-Filmkritiker hat, ab, und sage: Dies ist eine Serie, welche nicht zu Unterhaltungszwecken, sonder als Aufklärungsmittel dient. Sie ist schwer anzuschauen (ich brauchte immer mal wieder Pausen und Unterbrechungen, da es einen emotional mehr als nur mitnimmt), unverschönt, authentisch, ergreifend, physisch sowie körperlich absolut hart und faszinierend. In meinen Augen Pflichtprogramm für Serienfreunde. Doch vorallem auch für Menschen, die sagen, dass Hollywood, Themen nicht mehr realitätsnah darstellt - was hier passiert, könnte realisitischer nicht sein... Mobbing, Rufschädigung, Schmerz, Trauer und absolute Verzweiflung.

Bilder zur Serie:

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Trailer zur Serie (leider nur auf Englisch):

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