Menü

Rights: http://de.web.img3.acsta.net/pictures/16/02/24/14/24/462444.jpg

FSK: 12

Darsteller: Sebastian Koch, Fritzi Haberlandt, Henriette Confurius, David Bennent, Karl Markovics

Genre: Drama

Beschreibung: Nach einer wahren Begebenheit – Süddeutschland, Anfang der 1940er-Jahre. Der 13- jährige Ernst Lossa (Ivo Pietzcker), Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ist ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime, in denen er bisher lebte, haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass unter der Klinikleitung von Dr. Veithausen (Sebastian Koch) Insassen getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht, den behinderten Patienten und Mitgefangenen zu helfen. Schließlich plant er die Flucht, gemeinsam mit Nandl, seiner ersten Liebe. Doch Ernst befindet sich in großer Gefahr, denn Klinikleitung und Personal entscheiden über Leben und Tod der Kinder…

Meine Note: 2+

Meine Meinung: Ich und die deutschen Filme... wir werden langsam warm miteinander! Ich muss wirklich sagen, rein qualitativ gesehen ist dies hier wirklich vom aller feinsten, auch wenn es (mal wieder) schwer zu verdauene Kost geworden ist. Das 'mal wieder' möchte ich erklären: Die deutsche Filmindustrie hat nun einmal den Ruf, man könnte nur bierernste, total gleich ablaufende Komödien oder Tragik-Komödien drehen. Und dieser Film ist einer der bierernsten Sorte geworden, welcher ein deutsch-typisches Thema beleuchtet. Doch wie man die Thematik der Euthanasie darstellt, welche als solches natürlich noch keinen Spielfilm bekommen hat (ich bezog mich mit typisch eher auf eine Thematik, die generell in der Nazizeit spielt!), ist wirklich beanchtenswert und bedrückend geworden. Da dieser Film auf echten Charakteren und Geschichten basiert, und gerade die jungen Darsteller, welche hier ziemlich viel auf deren Schultern tragen müssen, absolut ergreifend spielen, ist er wirklich so krass geworden, dass mir persönlich nach dem Ende etwas die Spucke weg geblieben ist. Es ist wichtig daran zu erinnnern, was wir für eine Vorgeschichte haben, auch wenn meine Generation dafür nichts mehr kann. Und so findet sich der Film im knallharten, vergangenen Realismus wieder. Was leider ein paar Abzüge ausmacht ist die Tatsache, dass der Film sehr lange brauch um in die Gänge zu kommen. Die ersten 60-75 Minuten ziehen sich dann doch sehr stark, da man wenig Charaktertiefe (für ein Drama mit ruhigen Tönen) und wenig Änderungen im Storyverlauf zu sehen bekommt. Doch die letzten 45-60 Minuten haben es wirklich in sich. Zwar bleibt das Tempo stets ruhig und man hat nie die absoluten dramatisch aufgezogenen Gefühlsausbrüchen (was dem ganzen sehr gut tut, da dies wieder typisch für einen deutschen Film gewesen wäre), doch was man hier zu sehen bekommt hat mich persönlich sehr mitgenommen und ergriffen. Ich wollte hierbei noch sehr löblich die Blue-Ray hervorheben: Nicht nur das Bild ist sehr gut, sondern die geballte Ladung an Bonusmaterial! Es gibt ein sehr wertiges Booklet, was ja zur Seltenheit wird, und sehr viel Informatives; vorallem der in den Bonusmaterialien aufgeführte Spiegel-TV Beitrag, der das ganze Thema noch einmal aufgreift. Rundum also ein interessanter, schwerer Film mit Startproblemen, welcher aber für absolute Dramafans und Fans des deutschen Kinos absolut eine gelungene Erscheinung repräsentiert!

Bilder zum Film:

Rights: http://www.fbw-filmbewertung.com/uploads/fbwdb_film/gallery/13023/e2f7e2dcbd7499104e079daa3747d482b2a55c69.jpg

Rights: http://www.fbw-filmbewertung.com/uploads/fbwdb_film/gallery/13023/f0311cb6bafe87d97a4ffe4e21a85ce5bfb3de3c.jpg

Rights: http://de.web.img2.acsta.net/pictures/16/09/14/09/56/525704.jpg

Trailer: